Verschärfte Auflagen der EU

Seit Januar 2015 sind die Exportbedingungen in Bezug auf die Traberkrankheit neu geregelt. Die EU verlangt entweder die Genotypisierung (ARR), d.h. den Abstammungsausweis mit dem DNS-Nachweis restistenter Genotypen oder den Scrapiestatus.

Was ist Scrapie oder die Traberkrantkheit ?
Transmissible Sponginoforme Enzephalopathie (TSE) = eine neurologische Erkrankung, also eine Erkrankung des Nervensystens.
Scrapie ist vergleichbar mit BSE beim Rind
Scrapie ist jedoch nicht auf Menschen übertragbar
Krankheitserreger = Prionen, d.h. Proteine, die sowohl in normalen (physiologischen), aber auch anormalen und dann gesundheitsschädigenden (pathogenen) Strukturen vorliegen können. Es handelt sich dabei also nicht um Lebewesen, sondern um organische Gifte (Toxine) mit virusähnlichen Eigenschaften.
Die Übertragung erfolgt über Milch, Heu, im Stall.
Die Inkubation kann über Jahre dauern - der Verlauf ist schleichend.
Die Krankheit verläuft immer tödlich.
Resistente Genotypen (ARR = Absolute Risikoreduktion) sind glücklicherweise dominant.

In der Schweiz ist die Krankheit seit 250 Jahren bekannt.
Die Krankheit ist auf der ganzen Welt bekannt, ausgenommen Neuseeland und Australien.
In der Schweiz gab es zwischen 1991 und 2002 nur 6 Fälle.

Aktueller Stand in der Schweiz

Scrapie ist nach TSV Art. 3 eine Auszurottende Seuche.
Der BGK, SSZV, SZZV sind im April 2014 bom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen informiert worden.
Es soll kein Überwachtungsprogramm gestartet werden - zu teuer und zu aufwändig.
Es gibt keine flächendeckende Genotypisierung von männlichen Zuchttieren.

Zeithorizont

Zurzeit ist kein Export in die EU möglich!
Für den Scrapiestatus sind nötig:
3 Jahre kontrolliertes Risiko
7 Jahre vernachlässigtes Risiko