Daniel Steiner, neuer Präsident, Rinaldo Pfammatter, neu im Vorstand und der scheidende Präsident Herbert Fux.
Daniel Steiner, neuer Präsident, Rinaldo Pfammatter, neu im Vorstand und der scheidende Präsident Herbert Fux.

Die Delegiertenversammlung 2014

Die Genossenschaft und die Gemeindeverwaltung  von Bürchen bereiteten den Delegierten des Oberwalliser Schwarznasenverbands einen freundlichen Empfang,
Präsident Herbert Fux und seine Vorstands-Mannen leiteten die DV 2014 mit grosser Souveränität und Kompetenz.

Tony Henzen, Präsident des WAS Verband dankte für die phantastische Zusammenarbeit mit dem scheidenden Präsidenten des SN-Verbands
Rosmarie Ritz, Geschäftsführerin der Oberwalliser Landwirtschaftskammer überbrachte die Grussbotschaft und Worte des Dankes für die gute Zusammenarbeit mit dem Vorstand unter Präsident Herbert Fux.
Martin Wyer verlas des Protokoll der DV 2013 und
Peter Imboden erläuterte die Jahresrechnung

Tony Henzen,WAS-Präsident
Tony Henzen,WAS-Präsident
Martin Wyer
Martin Wyer
Peter Imboden
Peter Imboden

Hansruedi Walther von der Proviande machte eine kurze Einschätzung der Marktlage.

Herbert Fux äussert sich zu Beginn seines Jahresberichts zum leidigen Thema Wolf und streift im Anschluss die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres.
Vizepräsident Helmut Berchtold stellt den Jahresbericht zur Diskussion und verdankt diesen dem Präsidenten.

Hansruedi Walther
Hansruedi Walther
Herbert Fux
Herbert Fux
Helmut Berchtold
Helmut Berchtold

Alwin Meichtry, welcher seit einem Jahr den Oberwalliser Schwarznasenzuchtverband im Schweizerischen Schafzuchtverband vertritt, überbringt herzliche Grüsse von dessen Präsident German Schmutz. Er erinnert an die vom Schweizerischen Verband errungenen guten Bedingungen bei der Umsetzung der neuen Tierschutzverordnung und er macht auf den Fahrplan zum Wolfskonzept aufmerksam. Die Anhörung der Verbände wird im April sein.

Christoph Rotzer überbringt als Vertreter der Dienststelle für Landwirtschaft die Neuigkeiten zur Umsetzung der AP 2014-17 und gibt die neu gültigen Bedingungen bei der Betriebsübergabe bekannt. Jede Betriebsübergabe muss schriftlich beantragt werden. Die erleichterte Übergabe an den Ehepartner ist erst nach 10jähriger Ehe möglich und der aktuelle Betriebsleiter muss sein 65 Altersjahr erreicht haben. Andernfalls gilt auch für Ehepartner der normale Weg der Betriebsübergabe.
Der Kurs zur Erlangung der Direktzahlungen muss bei der Übernahme abgeschlossen sein. Personengesellschaften müssen 5 Jahre bestanden haben, damit deren Auflösung möglich ist.

Alwin Meichtry
Alwin Meichtry
Christoph Rotzer
Christoph Rotzer
Mani, ergriffen vom SN-Chor
Mani, ergriffen vom SN-Chor

Der Vizepräsident verliest die Demission des Präsidenten. Aus der Versammlung wird Rinaldo Pfammatter als neues Vorstandsmitglied vorgeschlagen, welcher einstimmig gewählt wird.

Vizepräsident Helmut Berchtold schlägt im Anschluss Daniel Steiner als neuen Präsidenten vor. Auch dieser wird von der Versammlung einstimmig gewählt.

Daniel Steiner und Rinaldo Pfammatter danken der Versammlung für das Vertrauen und erläutern ihre Ziele als neuer Präsident und neues Vorstandsmitglied

Daniel Steiner,neuer Präsident
Daniel Steiner,neuer Präsident
Rinaldo Pfammatter,neuer Vorstand
Rinaldo Pfammatter,neuer Vorstand

Neun Traktanden enthielt das Tagesprogramm. Das Thema Wolf war zwar nicht traktandiert, nahm fast einen Drittel der GV ein. Neben den Voten des alten und neuen Präsidenten, drückte sich das Thema auch bei weiteren Votanten durch.  Von Seiten der Politik referierten Georges Schnydrig und Manfred Schmid. Während Schnydrig insbesondere den Weg über die Politik gehen will und sich für die Kündigung der Berner Konvention einsetzt und damit für die Lockerung des Wolfs-Schutzes, plädiert Schmid dafür, die finanziellen Mittel für den Herdenschutz nicht anderen Kantonen zu überlassen, sondern auch ins Wallis zu holen. Nicht weil er den Wolf liebt, sondern weil er die Schafe liebt und diese soweit schützen will, als dass diese einzigartige Rasse noch für lange Zeit erhalten bleibt.

Die geehrten Zuchtbuchführer
Die geehrten Zuchtbuchführer

An der diesjährigen DV gab es mehr als eine aussergewönliche Ehrung:
Imboden Otto von St. Niklaus konnte für 50 Jahre Zuchtbuchführer die Anerkennung entgegen nehmmen.
Werlen Beat von Bürchen wurde für 35 Jahre Zuchtbuchführer geehrt
Grand Franz-Josef von Susten , Imhof Anton von Birgisch und Kalbermatten Hans von Niedergesteln erhielten die Anerkennung für 25 Jahre Zuchtbuchführer.
Furrer Marco von Eisten und Bittel Reinhold von Eggerberg bringen es auf 20 Jahre. Steiner Daniel von Niedergampel auf 15 Jahre und Locher Donat von Ergisch auf 10 Jahre Zuchtbuchführung. Locher Donat konnte leider aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein.

Eine verdiente Ehrung wurde auch Norbert Agten zuteil. Die Bauernschaft, denen er über Jahre 7x24 Stunden in der Woche zur Verfügung stand, ist ihm zu grossem Dank verpflichtet.  

Ausser Zweifel steht, dass die Ehrung des Schwarznasenchors mehr als verdient ist. Seit ihremBestehen umrahmt sie jeden Anlass der Schwarznasenfamilie mit ihren prächtigen Liedern und Jodelklängen.  

Norbert Agten, Betriebsberater
Norbert Agten, Betriebsberater
Der Schwarznasenchor
Der Schwarznasenchor

Iwan Locher von Erschmatt studiert Veterinärmedizin und stellt der Versammlung einzelne Resultate aus einer kürzlich erstellten Umfrage vor. Diese lassen den Schluss zu, dass die Schwarznasenschafe mit den hinteren Hernien (Leistenbruch und Hodensackbruch) im Vergleich zu anderen Rassen zu kämpfen haben. Gemäss der Umfrage sind 23.5% der SN-Schafe von den hinteren Hernien betroffen, im Vergleich weist das Weisse Alpenschaf nur 5.8% auf. Bei den vorderen Hernien (Bauch- und Nabelbruch) ist das Verhältnisgenau umgekehrt. Hier sind 5.9% der Schwarznasenschafe und 19.7% des Weissen Alpenschafs betroffen.

VET Suisse bietet sich für einen genetischen Test an. Die Schäfer sollten sich überlegen, ob die hohen Werte aus der Umfrage nicht einen Handlungsbedarf mit sich bringen. Die Schäfer müssten demnach Fälle melden und sie zur Probensammlung (es braucht 50 Proben) zur Verfügung stellen. Ein Student der VET Suisse würde die betroffenen Tiere beproben und diese mit der Probe von gesunden Tieren vergleichen. Die beprobten Tiere sollten ihre Abstammung vorweisen können. So könnten Massnahmen zum Ausschluss der vererbenden Tiere getroffen werden.