Gastgeber mit Herzblut

Erschmatt trommelte wohl das halbe Dorf zusammen, um den Delegierten des Oberwalliser Schwarznasenzuchtverbands einen würdigen Rahmen für ihre Jahresversammlung zu bereiten. Bravo und Respekt. Genossenschaftspräsident Stefan Schnyder hiess die Versammlungsteilnehmenden herzlich willkommen. Verbandspräsident Daniel Steiner führt  gekonnt durch die Delegiertenversammlung und die Mannen an seiner Seite standen ihm in nichts nach.
Neben den über 200 Delegierten fand sich auch eine schöne Anzahl Prominenter in Erschmatt ein: Nationalrat und Gastgeber Roberto Schmidt, Ständerat Beat Rieder, Alwin Meichtry Präsident des Schweizer Schafzuchtverband, SAB-Direktor Thomas Egger, Grossräte, Ehrenpräsidenten und Ehrenmitglieder, sowie Präsidenten und Leiter von landwirtschaftlichen Verbände und Insitutionen im Oberwallis und last but not least der CO-Präsident des Vereins Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere.

Der neue alte oder alte neue Vorstand des Schwarnasenverbands
Der neue alte oder alte neue Vorstand des Schwarnasenverbands

Ein Gelber, der die Schwarzen liebt

Roberto Schmidt stellte der Versammlung die Gastgebergemeinde Leuk vor, die im vergangen Jahr ihr 1500 jähriges Bestehen feiern konnte und mit der unlängst erfolgten Gemeinde-Erweiterung auch 2016 das Leben auf der Sonnenseite geniesst und geniessen lässt. Er freute sich, dass er nach Ständerat und SAB-Präsident Theo Maissen als erster Nationalrat eine Motion im leidigen Wolfsthema im Nationalrat durchbrachte und der sich rasch nach seiner Wiederwahl 2015 mit einer neuen Motion wieder positionierte.

Ständerat Beat Rieder, welcher die Motion seines Vorgängers René Imoberdorf in der UREK des Ständerats durchbringen konnte warnte die Schäferinnen und Schäfer vor zu vielen und vor allem zu kurzfristigen Erwartungen. Auch wenn es Schritte nach vorne gäbe sei der Weg noch hart und lang. Ständerat Rieder bittet die Schäferinnen und Schäfer noch Möglichkeit alle Negativschlagzeilen zu vermeiden. Die Rede von verhungerten Schafen kann den langen politischen Kampf mit einem Mal kaputt schlagen.

SAB-Direktor Thomas Egger beschrieb die perfide Art des Schweizer Tierschutzes und des WWF, welche Kantone und Gemeinden angeschrieben haben, die SAB zu massregeln und sie dazu anzuhalten, die Geschäftsführung des Vereins Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere niederzulegen. Ja, warum denn wohl????

Der CO-Präsident des Vereins Georges Schnydrig empfiehlt den Schäferinnen und Schäfern die finanzielle Unterstützung des Vereins. Angesicht der grossen Budgets des WWFs und des Schweizer Tierschutzes brauche der Verein Mittel, um die nötigen Gegendarstellungen dieser Organisationen zu kontern.

Die DV 20016 ehrte die Zuchtbuchführer Roland Heldner, Eyholz  und Gerhard Studer, Visperterminen für 15 Jahre, Emanuel EyerNaters für 25 Jahre und André Jossen Brigerbad für 30 Jahre.
Die DV 20016 ehrte die Zuchtbuchführer Roland Heldner, Eyholz und Gerhard Studer, Visperterminen für 15 Jahre, Emanuel EyerNaters für 25 Jahre und André Jossen Brigerbad für 30 Jahre.

Die Delegierten erteilten dem Vorstand die Kompetenz, das Ausstellungs-Regelment zu überarbeiten, mit den Zuchtbuchführern und Genossenschaftspräsiidenten zu diskutieren sowie an der Ausstellung imFebruar 2017 einen Probelauf mit dem angepassten Reglement durchzuführen. An der DV 2017 wird es dann zur Abstimmung vorgelegt.

Weitere Bilder zur Delegiertenversammlunge 2016