Die Genossenschaft Glis-Gamsen war Gastgeber der DV 2018

Das Wochenende vom 24.und 25. Februar 2018 wird der Genossenschaft Glis-Gamsen und dem OK-Präsidenten Martin Wyer gewiss noch lange in Erinnerung bleiben. Am Samstag richteten sie die DV des Schweizer Schafzuchtverbands aus, an welcher der Putschversuch gegen ihren Präsidenten Alwin Meichtry misslang. Eine Delegiertenversammlung an der das Mittagessen gerade mal um 16 Uhr begann und an der über 400 Delegierte verköstigt wurden. Allein mit dem Auftragen des Essens war die Arbeit für die SN-Genossenschaft Glis-Gamsen noch nicht getan. Nachdem der letzte Delegierte die Simplonhalle verliess musste noch aufgeräumt und wieder hergerichtet werden für die Delegierten des Oberwalliser Schwarznasenschaftzuchtverbands. Obwohl diese DV weitaus zügiger und angenehmer verlief, war dem einen oder der anderen SN-Genossenschafter/in Glis-Gamsen die Müdigkeit ins Gesicht geschrieben. Wen wunderts? Sie hat sich gut geschlagen, die SN-Genossenschaft Glis-Gamsen. Herzliche Gratulation dazu und ein dickes Dankeschön oben drauf.

Thomas Egger ist ein guter Lobbyist und Verfechter der Berggebiets-Interessen.
Thomas Egger ist ein guter Lobbyist und Verfechter der Berggebiets-Interessen.

Viele gute und einige kritische Töne

OK-Präsident Martin Wyer gab seinem Befremden Ausdruck, dass einheimische Leute, die Schafzucht und die Schäfer öffentlich auf einem so tiefen Niveau angreift, dass es schon fast an Verleumdung grenzt. Präsident Daniel Steiner berichtete in seinem Jahresbericht von vielen Höhepunkten und der einen oder anderen Quelerei, welche wohl zumeist auf menschlichem Neid und Missgunst fussen. Dabei hätte man doch mit der Präsenz der Grossraubtiere wahrlich der Probleme schon genug. Zusammen mit seinen Vorstandskollegen Rolf Kalbermatter, Rinaldo Pfammatter und Martin Wyer wickelte er den geschäftlichen Teil in gewohnt straffer aber durchaus unterhaltsamer und guter Manier ab. Der fünfte Mann, Peter Imboden, musste der DV krankheitshalber fern bleiben.
Stadträtin Lucia Näfen begrüsst die Delegierten in der Briger Simplonhalle und stellt die Gemeinde Brig-Glis vor. Nationalrat und SAB-Direktor Thomas Egger berichtet von seinem Einsatz rund um die leidige Grossraubtiergeschichte und im besonderen vom Kampf, dem Berggebiet auf Bundesebene die nötige Aufmerksamkeit zu verschaffen. Er versichert die Delegierten, dass er an vorderster Front für den Erhalt der Berglandwirtschaft und den Erhalt der Nebenerwerbslandwirtschaft kämpfen will. Die Gesamtschau des Bundesrats erachtet er als eine Kriegserklärung an die Landwirtschaft. Das Parlament soll den Bericht zurückweisen. Nachdem Nationalrat Egger festgestellt hat, dass der Nebenerwerb auf Stude Bundesverwaltung und bei der Schweizer Landwirtschafts-Direktoren-Konferenz null Beachtung und beim Schweizer Bauernverband wenig Beachtung erhält, will die SAB zusammen mit einer Arbeitsgruppe ein Positionspapier erarbeiten.
Der oberste Walliser Diego Wellig überbringt die Grüsse der Landesregierung, moniert über Eigenschaften und Güte des Schwarznasenschafes und stellt diese teils in den Vergleich zu dessen Züchter.
Alwin Meichtry, der am Vortag als Präsident des Schweizer Schafzuchtverbands einiges über sich ergehen lassen musste, überbrachte die Grüsse des Schweizerischen Dachverbands und informierte über akutelle und künftige Geschäfte auf Schweizer Verbandsebene.

Gemeinsam stark bleiben

Beat Imhof, Präsident OLK, ärgert sich über den Bärendienst, welcher ausscherende Verbandsmitglieder in einer agrarpolitisch ohnehin schwierigen Zeit. Er lädt die Schäfer ein, mit ihren Alpen ebenfalls die wichtige Arbeit des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbands zu unterstützen. Fabian Schwery, Präsident des WAS-Verbands lobt ebenso wie Daniel Steiner die gute Zusammenarbeit unter den Kleinviehzüchtern. Da er immer schon auf der Bühne in der Halle im Sand stehen wollte, die Rasse aber nicht wechseln wolle, habe er sich dazu entschlossen, die Treichel der Nachfolgesiegerin zu sponsern, erwidert Schwery auf den Dank des SN-Präsidenten.
Georges Schnydrig, der Präsident des VEreins Wallis ohne Grossraubtiere und Co-Präsident des Schweizer Vereins klang dieses Jahr weit zuversichtlicher als an früheren Delegiertenversammlungen. Die Grossraubtiere sind mittlerweile ein Schweizer Problem geworden. Nicht einmal mehr das BAFU kann die Problematik als Walliser Problem abtun. Er verweist auf die derzeit laufende Revision des Jagdgesetes, von der er sich zusammen mit den Oberwalliser Parlamentariern in Bern viel verspricht.
Beim Traktandum Verschiedenes brachte der Vorstand die Korrektur des Ausstellungsreglement zur Abstimmung. Im Reglement soll festgehalten werden, dass Tiere aus dem Register C nicht punktert werden sollen. Die Delegierten stimmen dem Vorhaben zu. Ebenfalls wird über den angepassten Rassenstandard informiert.
Herbert Fux, Ehrenmitglied des Oberwalliser Schwarznasenschafzuchtverbands erhielt auch die Ehrenmitgliedschaft beim Oberwalliser Schäferchor. Der Schäferchor umrahmt jede Veranstaltung der Schwarznasen mit ihren schönen Jodelliedern und ihm steht auch nach 30 Jahren noch der Gründungspräsident Gottfried Imboden vor.
Bilder zur DV 2018 sind auf dieser Webseite und auf heiste.ch aufgeschaltet.

Das Phänomen "Gody" war schon bei der Chorgründung ein bestandner Mann, überreicht jedoch Herbert Fux die Ehrenurkunde in alter Frische
Das Phänomen "Gody" war schon bei der Chorgründung ein bestandner Mann, überreicht jedoch Herbert Fux die Ehrenurkunde in alter Frische